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Fümmeneunzich Olé

19. April 2011

Gestern in Düsseldorf gesehen:

Lena-Stadion gegen Union 3:0

16. April 2011

Viele hatten vor dem heutigen Spiel gegen die ebenfalls im Mittelfeld browsenden Unioner ein abermaliges 1:0 als Endstand befürchtet. Zudem es war beileibe nicht ausgemacht, dass es ein 1:0 zu unseren Gunsten hätte werden müssen. Aber Pustekuchen, beide Teams brachen heute mit der ewigen Tradition, sich mit nur einem Treffer zu trennen. Denn Union lief mehr als indisponiert auf dem Platz des Lena-Stadions umher und brachte eigentlich kaum etwas Ordentliches zustande.

Fortuna gewann damit das Spiel mehr als verdient mit 3:0, kritischer Elfer hin oder her. Sascha Rösler war der erste Schütze, Lumpi und Ilsö komplettieren die Statistik.

Ebenfalls erfreulich war die grandiose Stimmung im Lena-Stadion, erinnerte an die Tage im Mai. So darf es dann die letzten beiden Spiele ruhig weiter gehen. Mehr Kurzweile wird es nirgendwo im deutschen Fußball geben, auch ohne rot-weiße Brille. So schnell und beinahe im Fluge habe ich wirklich noch nie ein Spiel erlebt …

Die heutige Zuschauerzahl.

Islö durch die Mitte, hier als hängede Spitze.

Probate Mittel fanden die Gäste heute des öfteren nur im Foulspiel.

Der Elfer, Premierentor im Lena-Stadion, offiziell “airberlin world”.

Und so sieht das Stadion von außen aus, rote Stoffbahnen verkleiden die Stahlrohrtribünen, Turf bedeckt die Fläche und wie gewohnt die übliche Gastronomie.

Oberhausen – Fortuna 1:2

10. April 2011

Mit dem Sieg in Oberhausen ist Fortuna in dieser Saison unabsteigbar geworden, eine nach der Sechsspielepleite zum Auftakt hervorragende Bilanz. Was gewesen wäre, wenn die ersten sechs Spiele nicht so dermaßen in die Hose gegangen wäre?

Müßig zu fragen, denn die Aufsteiger hat man eindeutig gegen Hertha und Augsburg gewesen. Beide Teams zählen von der Spielanlage, den taktischen und finanziellen Fähigkeiten definitiv zu den beiden besten Mannschaften gegen die wir spielen mussten. Zu Recht stehen beide auch zur Zeit auf den Aufstiegplätzen. Fortunas Spielkunst reicht da bestimmt nicht dran und der von manchem Fan herbeigesehnte Aufstieg zu jetziger Saison wäre in diesem Licht reine Illusion.

Fortuna ist noch nicht reif für den Aufstieg. Denn sieht man unsere Vergangenheit, die erfolglose und letztlich letale Fahrstuhlzeit, ist klar, einen Gewaltaufstieg darf es nie wieder geben. Nur mit struktureller Reife werden wir risikolos aufsteigbar. Schaut man sich nämlich ohne rotweiße Brille bei den Nachbar-Klapps mal um, wie die das so machen, wird einem rasch klar, dass am Broich noch tiefste Steinzeit herrscht. Und das bestrifft nicht nur das halbmarode Paul Janes Stadion und die viel zu knappen Trainingsressourcen, sondern die komplette Nachwuchsarbeit, die schicke aber hoffungslos antiquierte Geschäftsstelle, den Gusto der Funktionäre und und und - einfach so gut wie alles. Lediglich die Stockumer Plätze bieten einen Hauch von Professionalität. Ob das jedoch reicht?

Nicht nur die generellen Gegebenheiten bei Fortuna sind alles andere als aufstiegsreif, auch die aktuelle Situation ist es. Mit der derzeitigen Mannschaft und dem eher mageren Budget ist ein Aufstieg reichlich illusorisch. Solange wir finanziell im ersten Team fast eine ganze “Klasse tiefer  spielen” als manch anderes Team, bleibt die Erste Liga Traum.

Und genau das sah man auch heute auf dem Platz. Oberhausen als designierter Absteiger zeigte sich mehr als ratlos und ging mit einem Elfer in Führung. Fortuna fiel dazu nicht viel ein und erhielt mit richtig satt Dusel ebenfalls einen Elfer und konnte so innerhalb von drei Minuten das Spiel drehen. Das war ein riesen Glück, weniger spielerisches Auftrumpfen.

Bleiben wir also auf dem Teppich und erwarten, dass der Verein das Beste aus seinen noch beschränkten Möglichkeiten herausholt. Wolkenkuckucksheime sind da nicht hilfreich, sondern schaden eher …

Dieser oder jener Fink

21. März 2011

Der Verein meldet, dass Mittelfeldspieler Oliver Fink seinen Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert. Eine durchaus positive Mitteilung, da er als wichtiger Ideengeber so manches Spiel mit entscheiden konnte. Sein Pfostenkracher am vergangenen Spieltag in Duisburg wäre beinahe auch so ein Ding geworden.

Als er zur letzten Saison 2009/10 aus Unterhaching kam, glaubte so mancher, hier würde ein Reservespieler verpflichtet. Jede Menge Stimmen waren auch zu vernehmen, es läge angeblich eine Verwechselung mit dem “wesentlich besseren” Anton Fink vor, seines Zeichens Stürmer. Nein, lag es nicht. Fink Anton wechselte zu den Karlsruhern und tut sich dort arg schwer. Fink Oliver kam zu uns und überzeugte.

So geht das manchmal im Sport, ob dieser oder jener Fink der richtige ist, ist manchmal eine Frage des Auges.

Bailly rettet den Tag

19. März 2011

Nachdem Fortuna etwas unglücklich bei den Duisburgern verlor, gab es an diesem Freitag im Fußball dennoch ein sehr erfreuliches Ergebnis. Die daemslichen Rautenesel fausten sich selbst den Ball ins Tor und Kaiserslautern entführt alle drei Punkte aus dem Kaff.  Mann, mann, was ist dieser Eseltorwart doch für eine Null. Schaut selbst:

http://www.youtube.com/watch?v=FZ2tc2GQ_EI

Es wird immer dunkler für die Bauern … zweite Liga rückt näher und näher. Kein Wunder, graue Stadt, hässliche Farben, ein Wildschwein mit L als Manager und Jauche und Morast ringsrum.

la la, lu lu, li li, 1:1, 0:0, Fortuna Paderborn

12. März 2011

Eins zu eins Ecken, null zu null Tore. So endete das fleischlose Spiel gegen die Möbelhäusler aus Wöstphalen. Fortuna konnte, wollte, sollte nicht, Paderborn noch’n Tacken unbedarfter. Stooooockfehler am fließenden Band, Feeeeehlpässe am laufenden Meter und Quaaaaaaaaadratlatschen quer überm Fäld.

Hätte es nicht die zwei dicken Chancen der Düsseldorfer gegeben, beide unter fleißiger Mithilfe des auffälligsten Fortunen Sascha Dum, wäre das Spiel wohl unter dem la-la-sten der Düsseldorfer Geschichte einzordnen gewesen.

Ursache des schwerfälligen Auftritts beider Teams war wohl bei Paderborn der Bammel vorm Abstieg und bei Fortuna der Eindruck, den die Viertelstunde Augsburg hinterlassen hat. Joa, diese Viertelstunde hat ein grünweißroter Aufsteiger gespielt und uns gezeigt, wie man Druck aufbaut und ein Spiel mit vier Toren binnen 16 Minuten aber sowas von dreht, dass uns, den Spielern, den Fernsehguckern und Mitgereisten Hören und Sehen verging … können wir eigentlich auch, Stichwort erste drei Rückrundenspiele. Nur, an jenem Abend nicht … und heute mittag ebenfalls nicht.

Aber gut, es sei der Mannschaft gegönnt, dass nach der grandiosen Aufholjagd nun irgendwie die Luft raus ist. Wir Fans sind ja die letzten Spiele nun auch nicht mehr die lautesten gewesen, da gab es schon Klassen besseren Support. Sei’s drum, genießen wir die letzten Spiele der ausklingenden Saison, noch ein Match in der Arena und drei Heimbegegnungen im Sportpark, dann ist diese durchaus aufregende und sehr abwechselungsreiche Saison zuende.

Eins sollte man aber doch unter negativer Kritik erwähnen: Die dämlichen Pfiffe. Nur wenige, aber immerhin. Kein Gefühl für den Saisonverlauf, kein Herz für den Verein. Dabei kommen doch nächste Saison wohl “Kühe Schweine Gladbacher“. Wird Mega-Spaß machen und sollte Anlass zur Vorfreude sein …

95 olé

Marbach, Marbach, nicht schon wieder …

5. März 2011

Marbach, Marbach, nicht schon wieder,” so meint man dieses Deja vu zu vernehmen, als vorgestern in den Zeitungen stand, unser Ex-stellvertretender ARV Jürgen Marbach würde sich zur kommenden JMV wieder zur Wahl stellen. 

Dass Ex-Postenträger sich wiederholt wählen lassen ist ja absolut nichts weltbewegendes, sowas passiert jeden Tag, millionenfach. Dass aber Ex-Postenträger so mitten in der Legislatur sang- und klanglos die Brocken hinschmeißen, um drei Jahre später wieder aufzutauchen und sich abermals Hoffnung auf einen Posten machen, ist schon recht skurril. Skurril deshalb, weil Marbach dem Vernehmen nach schon vor der JMV am 30.April.2008 Verhandlungen über den Posten als Geschäftsführer in Wolfsburg geführt haben musste, obwohl er zu o.g. Termin kandidierte und auch gewählt wurde. Was für ein Kabarettstück, sich für drei Jahre wählen lassen und sechs Wochen später den Schwanz einziehen. Hänschenklein Taktik.

Gesagt getan. Weg war er.

Nebenbei ist es vereinshistorisch bemerkenswert, dass die durch Erwins Tod und Marbachs Fahnenflucht entstandene Vakanz nun von Reinhold Ernst ausgefüllt wurde. Mit dem renommierten Anwalt gelang es, viele Altlasten aus Zeiten der Nachjahrtausendwende, der Achenbachs, Steffes-Holländers und Erwins und auch Marbachs, wenigstens juristisch wasserdicht zu verpacken. In intensiven Verhandlungen erreichte man zudem, der Fortuna wieder eine Zukunft zu geben, die es unter Großonkel Erwin und seinen Vorgängern nicht mehr gegeben hatte. Ernst hatte nämlich einen Verein am Abgrund übernommen, der sowohl finanziell als auch rechtlich auf sehr wackeligen Füßen stand. Man munkelte sogar, die Verhältnisse seien so schlimm gewesen, dass der Verein knapp vor der Insolvenz war, möglicherweise sogar ante liquidationem (kurz vorm AUS) gewesen ist.

Ursachen dieses miserablen Zustands waren die Vorgänger an der Spitze und der zu Marbachs Zeiten von Oberbürgermeister Erwin dominierte Verein. In Interviews zu seinem stante pedes Wechsel umschrieb dies Marbach erstaunlich offen und direkt. Zur Erwinschen Attitüde, alles Wichtige über den AR und nciht dem Vorstand zu beschließen meinte er nämlich: “Der Aufsichtsrat der Fortuna mischt viel mehr im operativen Geschäft mit, als es bei anderen Vereinen üblich ist. Den Vertrag mit Trainer Norbert Meier zum Beispiel habe ich zwischen Weihnachten und Neujahr auf meiner Couch geschlossen“.

Magath, seinerzeit Trainer in Wolfsburg und damit neuer Kumpel Marbachs, formulierte es in der WAZ so: Marbach “hat Erfahrung im Management-Bereich und im Fußball. Er war im Düsseldorfer Aufsichtsrat. Und die Fortuna ist ja kein einfacher Klub“. Deutliche Formulierungen, die man eher über einen desaströs geführten Verein hört, als über einen seriösen Klapp.

Ärgerlich nur, dass Marbach diese Herausforderung nicht annahm, bzw. erst annahm und kurze Zeit später dann wegwischte wie einen Fliegenschiss. Erfreulich war dann andererseits das knappe Jahr mit dem neuen ARV R. Ernst. Der konnte nur kommen, weil Marbach ging. Und Ernst hinterließ eine mehr als respektable Bilanz, zu der seine Vorgänger und seine Kollegen nicht fähig gewesen waren. Marbach eingeschlossen.

Nach seinem Weggang hörte man hin und wieder von Marbach, wie sehr ihm der Verein Fortuna doch am Herzen lag. Selbst Superausleihen aus Wolfsburg wollte er mit dem Verein arrangieren: “Als Zweitligist ist Fortuna bei Ausleihgeschäften natürlich deutlich attraktiver, von der Leistungsdichte näher dran“. Woraus  natürlich nichts wurde. Große Worte, wenig Schmalz. Erst später, mit Beginn der aktuellen Saison 2010/11 kam eine Ausleihe zustande, Wellington. Die endete aber mehr als Missverständnis, denn als Hilfe für Fortuna.

Dafür stieg dann Henkel, Urdüsseldorfer Unternehmen und legendärer Ex-Sponsor der Fortuna, bei den Wolfsburgern ein. Ein mehr als bitterer Beigeschmack, der ganz offensichtlich was mit Marbach zu tun hatte und am 01.Juli.2009 stattfand, folgt man Veröffentlichungen des Henkel-Konzerns.

Natürlich, jeder Manager kann machen, was er für sein Unternehmen für richtig hält. Absolut keine Frage. Kritisch wird es nur dann, wenn man als Führungspersönlichkeit sich wählen lässt, sechs Wochen später das schlingernde Schiff verlässt und drei Jahre später erneut auf der Matte steht. Sehr fragwürdig sowas. Frei nach dem Motto, Aufsichtsrat-Nomade ist auch was schönes.

Wie sicher ist man zukünftig, dass Marbach nicht erneut einen Geistesblitz hat und suddenly bei Hoppenheim anheuert. Wie sicher? Wie weit nutzt er seine bei Fortuna im AR geknüpften und gepflegten Kontakte bei einer erneuten Nomadenschaft zu einem weiteren Verein und “entführt” abermals in Düsseldorf entwickelte Netzwerke zu anderen Vereinen?

Dies alles sind Fragen, die auch vor dem Hintergrund Berechtigung erhalten, dass Marbach schon vor mehr als einem Jahr, im Dezember 2009, seinen Vertrag bei Wolfsburg auflöste oder aufgelöst bekam, nach nicht mal mehr als anderthab Jahren dort. Als Manager! Sichtbar wird durch solche Larifari-Engagements eher eine gewisse  Unzuverlässigkeit als ein standfester Manager. Manager auf Kurzzeitposten, sozusagen.

Und rasend schnell dann wieder im Gespräch bei Fortuna, nur einen Tag später, WZ. Dabei lief es in Wolfsburg für Marbach nicht gerade supidupi, trotz der Meisterschaft, die ja noch in großen Teilen aus der Arbeit seiner Vorgänger resultierte. Die Welt formulierte es so: “Geschäftsführer Jürgen Marbach kämpfte vergebens um Profilschärfung in der öffentlichen Wahrnehmung“, eine nicht sehr erfolgreiche Beurteilung.  

Alles Attribute, die einen Marbach II bei Fortuna als wenig fundiert erscheinen lassen. Um es kurz zu machen: Marbach, Marbach, nicht schon wieder …

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